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VZB: Wie ein IUZB Kommentar von den entscheidenden Fragen ablenkt

Eine Erwiderung auf den Kommentar von Dr. Stefan Verch zur Vertreterversammlung vom 7. Oktober 2026

Von Dr. H.-Helmut Dohmeier-de Haan

Bei der Sitzung ging es um Vorgänge, die unsere Altersversorgung unmittelbar betreffen: erhebliche Vermögensverluste, die Prüfung der Jahresabschlüsse, mögliche Ansprüche gegen frühere Verantwortliche und die künftige Finanzierung des VZB.

In Verchs Kommentar stehen dagegen der Ton der Vorträge, die Redezeiten und das Auftreten der Berater im Vordergrund. Dadurch verschiebt sich die Aufmerksamkeit. Diejenigen, die die Vorgänge aufarbeiten, geraten stärker in den Blick als die Vorgänge selbst. Darin liegt für mich die ablenkende Wirkung dieses Beitrags.

Professionalität fordern und unbequeme Expertise abwerten

Verch fordert, die Verantwortung für unsere Altersversorgung in professionelle Hände zu legen. Zugleich begegnet er den Einschätzungen der hinzugezogenen Fachleute mit grundsätzlichen Zweifeln, ohne eine ausgearbeitete fachliche Gegenposition vorzulegen.

Prof. Wassermanns Bewertung hält er möglicherweise für zu niedrig. Bei Prof. Kuhla kritisiert er nicht nur die rechtlichen Schlussfolgerungen, sondern beschreibt dessen Auftritt als belehrend, polemisch und unangemessen. So entsteht der Eindruck, dass die Ablehnung der Ergebnisse mit einer Abwertung derjenigen verbunden wird, die sie erläutern.

Auch Professoren müssen sich kritischen Fragen stellen. Ein Titel ersetzt keine Begründung. Entscheidend ist aber, ob ihre Methoden, Annahmen oder Schlussfolgerungen Fehler aufweisen. Dass eine Einschätzung unangenehm ist oder unerwünschte Konsequenzen erkennen lässt, macht sie noch nicht falsch.

Wer Professionalität fordert, muss sich auch mit unbequemen fachlichen Ergebnissen auseinandersetzen. Sonst bleibt von der Forderung nach Experten wenig übrig, sobald diese etwas anderes sagen als erhofft.

Die Bewertungen werden nicht ungeprüft übernommen

Verch bezweifelt, dass das Vermögen in der genannten Größenordnung von 1,35 Milliarden Euro an Wert verloren haben kann. Diese Zahl ist noch keine abschließend geprüfte Verlustzahl.

Genau deshalb werden die Bewertungsergebnisse dem Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung zur Prüfung vorgelegt. Sein Bericht soll den zuständigen Ausschüssen und schließlich der Vertreterversammlung eine belastbare Grundlage für ihre Entscheidungen geben. Die Bewertungen werden also nicht einfach ungeprüft übernommen. Dieser vorgesehene Prüfungsschritt kommt in Verchs Darstellung zu kurz.

Aus der noch ausstehenden Prüfung folgt weder, dass die Bewertung richtig ist, noch, dass sie zu niedrig ausgefallen sein muss. Wer einen anderen Wertansatz begründen will, muss konkret zeigen: Welche Anlage ist mehr wert? Welche Annahme war falsch? Welche Unterlagen sprechen für einen anderen Wert?

Verch nennt stattdessen mögliche Beweggründe des Verwaltungsausschusses. Dieser könnte besonders vorsichtig bewerten, um später bessere Entwicklungen präsentieren zu können. Dafür liefert er keinen Nachweis. Eine Vermutung über die Absichten des Auftraggebers ersetzt keine Prüfung der Bewertung.

Außerdem geht es um mehr als den heutigen Vermögenswert. Schieritz hat auch die künftige Ertragskraft angesprochen. Vereinfacht gesagt: Eine Anlage kann noch einen gewissen Wert haben und trotzdem auf längere Zeit kaum Geld für die Rentenzahlungen erwirtschaften. Ein höherer Wertansatz allein löst deshalb das Finanzierungsproblem nicht.

Die Prüferfrage lässt sich nicht allein mit Zeitdruck beantworten

Verch fordert, Baker Tilly unverzüglich prüfen zu lassen und den Streit über mögliche Fehler parallel fortzuführen. Damit würden die Abschlüsse schneller vorliegen, so seine Erwartung.

Die offene Frage ist jedoch, ob mögliche Fehler bei der Prüfung 2023 die weitere Prüfung durch dieselbe Gesellschaft berühren. Wenn ein Prüfer sich zugleich gegen Ansprüche wegen seiner früheren Arbeit verteidigen muss, ist zu klären, ob daraus ein Interessenkonflikt entstehen kann.

Das bedeutet nicht, dass ein solcher Konflikt bereits abschließend festgestellt ist. Verchs persönliche Erklärung, er könne keine Befangenheit erkennen, beantwortet diese Frage aber ebenso wenig. Auch die Forderung nach parallelen Verfahren beseitigt sie nicht.

Wir brauchen schnell verlässliche Abschlüsse. Gerade deshalb müssen die Voraussetzungen für eine unabhängige Prüfung belastbar geklärt werden.

Der errechnete Verzögerungsschaden ist bislang ein Beispiel

Verch nimmt eine Beitragserhöhung von zehn Prozent an und überschlägt, welche Einnahmen dem VZB durch die Verzögerung entgangen sein könnten.

Eine solche Beispielrechnung kann eine mögliche Folge verdeutlichen. Sie weist aber noch keinen Schaden nach. Dazu müsste feststehen, ob diese Beitragserhöhung überhaupt erforderlich gewesen wäre, wann sie hätte erfolgen können und welche Wirkung sie gehabt hätte.

Verch bezeichnet seine Rechnung selbst als spekulativ. Zugleich verlangt er, Beiträge erst auf geprüfter Grundlage anzupassen. Beides muss zusammen betrachtet werden. Man kann nicht ohne Weiteres Einnahmen aus einer angenommenen früheren Erhöhung als Verlust ansetzen, wenn die Grundlage für diese Erhöhung noch ungeklärt war.

Bei Gneist ging es um die Weiterleitung, nicht um das Fragen

Verch erweckt den Eindruck, Gneist werde wegen kritischer Fragen angegriffen. Die Fragen zur Tätigkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechtsanwälte wurden jedoch ausdrücklich als berechtigt anerkannt.

Beanstandet wurde etwas anderes: die Weiterleitung interner Korrespondenz an Rellermeier, gegen den das VZB Ansprüche verfolgt.

Ein Vertreter muss Fragen stellen und Informationen verlangen können. Daraus ergibt sich aber nicht automatisch, dass er interne Korrespondenz an einen Prozessgegner weitergeben darf. Entscheidend ist, welche Informationen weitergeleitet wurden und wie dieser Vorgang zu bewerten ist.

Verch erklärt die Weitergabe als unverfängliche Meinungsbildung. Damit legt er sich bereits fest, obwohl die Prüfung des Vorgangs noch aussteht. Die Forderung, niemanden vorzuverurteilen, muss auch bedeuten, einen beanstandeten Vorgang nicht vorschnell für unbedenklich zu erklären.

Die wirtschaftlichen Verbindungen brauchen eine Erklärung

In der Sitzung wurden Verbindungen zwischen Grand Metropolitan und einer privaten Gesellschaft Rellermeiers erläutert. Auch Zahlungen an diese Gesellschaft wurden angesprochen.

Für die Mitglieder stellen sich damit einfache, aber wichtige Fragen: Wie entstanden diese Verbindungen? Wofür wurde gezahlt? Waren persönliche Interessen und die Interessen des VZB ausreichend getrennt?

Die Darstellung solcher Vorgänge beweist noch keine persönliche Haftung. Sie gibt aber Anlass, genauer hinzusehen.

Verch beschäftigt sich vor allem damit, ob die Beteiligten durch die Präsentation an den Pranger gestellt wurden. Das beantwortet die wirtschaftlichen Fragen nicht. Auch ein unangenehm vorgetragener Sachverhalt bleibt klärungsbedürftig.

Zur Kostenrechnung gehört auch das Risiko des Nichtstuns

Verch hebt die hohen Beratungskosten und die möglicherweise lange Dauer der Prozesse hervor. Für die wirtschaftliche Bewertung reicht das allein nicht aus.

Die Aufarbeitung soll auch dazu dienen, Vermögenswerte zu sichern und berechtigte Ansprüche durchzusetzen. Deshalb muss neben den Kosten geprüft werden, welche Rückflüsse erreichbar sind und was verloren gehen könnte, wenn Maßnahmen unterbleiben.

Das rechtfertigt nicht automatisch jedes Mandat und jeden Prozess. Es zeigt aber, weshalb eine vollständige Rechnung beide Seiten braucht. Ein teures Verfahren kann wirtschaftlich sinnvoll sein; ein Verzicht kann teuer werden. Entscheidend sind die konkreten Erfolgsaussichten, Kosten und Risiken.

Erinnerungen müssen auf beiden Seiten geprüft werden

Verch stellt seine eigene Schilderung unter den Vorbehalt persönlicher Erinnerung. Bei Gneist und Seifert spricht er dagegen von dem, was sie „untrüglich erlebten“.

Wenn Beteiligte denselben Vorgang unterschiedlich erinnern, kann keine Erinnerung allein deshalb als gesichert gelten, weil sie mit großer Überzeugung vorgetragen wird. Es muss geklärt werden, welche Angaben richtig und vollständig sind.

Das gilt für die eidesstattlichen Versicherungen ebenso wie für die dagegen erhobenen Vorwürfe. Hier sollte derselbe Maßstab für alle gelten.

Die Abstimmung hat die Sachfragen nicht entschieden

Nach Verchs Angaben stimmten fünf Vertreter für den Antrag zur Prüferfrage, vier dagegen und drei enthielten sich. Der Antrag wurde angenommen. Das Ergebnis zeigt zugleich, wie geteilt die VV war.

Über die Gründe der Enthaltungen lässt sich ohne weitere Angaben nichts Sicheres sagen. Sie gehören aber zum Gesamtbild.

Ein angenommener Antrag beantwortet nicht automatisch die fachlichen und rechtlichen Fragen, die zuvor aufgeworfen wurden. Diese Bedenken müssen weiterhin geklärt werden. Eine Abstimmung ersetzt keine Prüfung.

Die Zukunft war durchaus Thema

Verch schreibt, von Schieritz sei wenig bis nichts zur Zukunft zu erfahren gewesen. Dabei wurden die Ertragskraft des verbliebenen Vermögens und die Verteilung der Sanierungslasten zwischen den Generationen angesprochen.

Gerade die zweite Frage ist entscheidend: Wie viel von den heutigen Verlusten sollen künftige Mitglieder tragen? Und welche eigene Altersversorgung können sie für ihre Beiträge erwarten?

Das ist noch kein vollständiger Sanierungsplan. Es sind aber grundlegende Fragen, ohne deren Beantwortung kein tragfähiger Plan entstehen kann. Verchs Darstellung lässt diesen Teil der Sitzung zu wenig erkennen.

Worauf es jetzt ankommt

Die heutigen Verantwortlichen müssen ihre Entscheidungen erklären und sich kontrollieren lassen. Daraus folgt aber nicht, dass die gegen sie gerichtete Kritik schon die angesprochenen Vorgänge entkräftet.

Wir müssen den Schaden verlässlich feststellen, das verbliebene Vermögen sichern und berechtigte Ansprüche verfolgen. Dazu gehört auch, persönliche Verbindungen und mögliche Pflichtverletzungen zu klären. Diese Aufgaben verschwinden nicht, wenn wir ausführlicher über den Ton der Vorträge sprechen.

Herr Verch radelte nach der Sitzung ratlos durch die Nacht nach Hause. Nach der Lektüre seines Kommentars bleibt auch bei mir Ratlosigkeit: Warum beschäftigt ihn die Art der Aufarbeitung so viel mehr als ihr Inhalt? Gerade von einem Mitglied des internen IUZB-Beratungsstabs, dem er nach Auskunft der Redaktion angehört, hätte ich eine eingehendere Auseinandersetzung mit den Sachfragen erwartet.

Grand Metropolitan: Wie belastbar sind die derzeitigen Bewertungen der VZB-Verluste?

In Aktueller Bericht von HospitalityInside vom 2. Oktober 2026:
https://hospitalityinside.com/Grand-Metropolitan-Wer-besitzt-was-wo-sind-die-Buecher

Der aktuelle Vorgang um Grand Metropolitan zeigt exemplarisch, warum die immer wieder zu hörende Behauptung, die Bewertung der problematischen Vermögensanlagen durch Prof. Wassermann sei viel zu negativ ausgefallen und die tatsächlichen Verluste des VZB seien wesentlich geringer, derzeit kaum belastbar erscheint.

HospitalityInside berichtet aus der Verhandlung vor der Amsterdamer Unternehmenskammer vom 1. Oktober 2026. Danach hat die gerichtlich eingesetzte Interimsdirektorin noch immer keinen vollständigen Zugriff auf die Unternehmensunterlagen. Es fehlen nach ihrer Darstellung unter anderem Hauptbuch, Belege und E-Mail-Verkehr. 

Auch die Eigentumsverhältnisse sind offenbar weiterhin nicht vollständig geklärt. So soll Gravity Capital Anteile an Kingstone übernommen haben; die Interimsdirektorin erklärte jedoch, sie habe diesen Vorgang bislang nicht überprüfen können. 

Hinzu kommen die weiterhin offenen Fragen zur mit 100 Millionen Euro bewerteten Software „Genesis AI“. Nach dem Bericht erklärte der Anwalt des VZB vor Gericht, es könne weiterhin nicht nachvollzogen werden, was diese Software einbringt, was sie konkret leistet oder wer sie nutzt. 

Gleichzeitig werden nun gegen das VZB Schadensersatzforderungen in dreistelliger Millionenhöhe geltend gemacht. Kingstone Capital Holding AG soll hierzu eine Feststellungsklage beim Landgericht Berlin eingereicht haben. Ob und in welcher Höhe daraus tatsächlich eine Verpflichtung des VZB entsteht, ist damit selbstverständlich noch nicht entschieden. 

Was folgt daraus für die Diskussion im VZB?

Natürlich dürfen – und müssen – die Bewertungen von Prof. Wassermann kritisch überprüft werden. Wer aber behauptet, seine Bewertungen seien deutlich zu pessimistisch und die tatsächlichen Verluste wesentlich geringer, muss dafür ebenso belastbare Tatsachen und Bewertungen vorlegen.

Der bloße Wunsch nach günstigeren Zahlen macht aus unsicheren Vermögenswerten noch kein werthaltiges Vermögen.

Der Fall Grand Metropolitan zeigt vielmehr, wie groß die Unsicherheiten derzeit noch sein können. Wenn selbst gerichtlich eingesetzte Verantwortliche Schwierigkeiten haben festzustellen, wem Vermögenswerte gehören, welche Unterlagen vollständig vorhanden sind und welchen wirtschaftlichen Wert bestimmte Assets tatsächlich besitzen, kann auch deren endgültiger Wert für das VZB noch nicht mit der gewünschten Sicherheit feststehen.

Das bedeutet umgekehrt ausdrücklich nicht, dass jede von Prof. Wassermann vorgenommene Wertberichtigung am Ende in genau dieser Höhe als endgültiger Verlust bestehen bleiben muss. Werte können sich durch Verwertung, neue Erkenntnisse oder erfolgreiche Ansprüche auch zugunsten des VZB verändern.

Aber ebenso wenig lässt sich derzeit seriös das Gegenteil behaupten.

Keine Verluste klein- oder großrechnen

Gerade weil aus der wirtschaftlichen Situation des VZB möglicherweise weitreichende Konsequenzen für Rechnungszins, Anwartschaften und Renten abgeleitet werden sollen, brauchen die Mitglieder keine politisch oder interessengeleitete Festlegung auf möglichst hohe oder möglichst niedrige Verlustzahlen.

Erforderlich sind vielmehr nachvollziehbare Bewertungen und eine klare Unterscheidung:

Was steht fest? Was wurde geschätzt? Was ist bereits endgültig verloren? Was kann noch realisiert werden? Welche Forderungen besitzt das VZB selbst? Und welche erheblichen Risiken hängen noch vom Ausgang gerichtlicher Verfahren ab?

Der aktuelle Grand-Metropolitan-Vorgang macht deutlich, weshalb diese Unterscheidung so wichtig ist.

Solange wesentliche Vermögenspositionen noch Gegenstand von Bewertungen, Verwertungen und gerichtlichen Auseinandersetzungen sind, sollte niemand den Eindruck erwecken, die endgültige Höhe der VZB-Verluste stehe bereits fest – weder in die eine noch in die andere Richtung.

Quelle und Anlass: HospitalityInside, 2. Oktober 2026, „Grand Metropolitan: Wer besitzt was, wo sind die Bücher?“ 

Vertreterversammlung des VZB am 7. Oktober 2026

Die 2. ordentliche Sitzung der Vertreterversammlung des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin (VZB)findet am Mittwoch, 7. Oktober 2026, um 17:00 Uhr statt.

Ort:
Zahnärztehaus (KZV Berlin), Sitzungssaal
Georg-Wilhelm-Straße 16
10711 Berlin

Tagesordnung

1. Begrüßung und Regularien

2. Anträge zur Tagesordnung gemäß § 4 Absatz 2 GO der Vertreterversammlung

3. Bericht des Verwaltungsausschusses über die aktuelle Entwicklung im Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB)

4. Bericht des Aufsichtsausschusses

5. Information zum rechtlichen Sanierungsrahmen
Grundgesetz, Rechtsprechung – Prof. Kuhla

6. Verschiedenes

Live-Übertragung:

Zur angemessenen Beteiligung der Mitglieder und zur Herstellung von Mitgliederöffentlichkeit wird die Vertreterversammlung per Live-Stream übertragen.

Für den Zugang zum Live-Stream ist vorab eine Registrierung und Prüfung der Zugangsberechtigung erforderlich. Bitte nutzen Sie hierfür rechtzeitig den unten angegebenen Registrierungslink und halten Sie Ihre VZB-Mitgliedsnummer bereit.

Wichtig: Mit der Registrierung erhalten Sie noch keinen unmittelbaren Zugang zum Live-Stream. Nach erfolgreicher Prüfung Ihrer Zugangsberechtigung wird Ihnen ein persönlicher Einwahllink per E-Mail zugesandt.

Bitte registrieren Sie sich möglichst frühzeitig, spätestens bis zum 07.10.2026 um 12:00 Uhr, damit die Prüfung Ihrer Zugangsberechtigung und die rechtzeitige Übersendung des Einwahllinks vor Sitzungsbeginn gewährleistet werden können. Bei einer späteren Registrierung kann eine rechtzeitige Freischaltung für die Live-Übertragung nicht gewährleistet werden.

Registrierung für die Live-Übertragung 

Bitte beachten Sie, dass es in Ihrer Verantwortung als Mitglied liegt, die Teilnahme an der Live-Übertragung ausschließlich selbst wahrzunehmen, um die Mitgliederöffentlichkeit und den vertraulichen Rahmen der Veranstaltung zu wahren.

Teilnahme vor Ort:

Für Mitglieder, die als Gäste an der Sitzung vor Ort teilnehmen möchten, stehen maximal 50 Gästeplätze zur Verfügung.

Aufgrund der begrenzten Raumkapazität ist eine vorherige Anmeldung beim VZB unter sekretariat@vzberlin.org erforderlich. Die Vergabe der verfügbaren Gästeplätze erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen.

Liveticker zur Sonder VV am 08.07.26

Es geht los 19:22

19:31 Top2

Gneist trägt vor

21:49 Abstimmung Enthebung Karsten Geist:

22 Ja

8 Nein

1 Enth.

6 Ungültige

22:03 Abstimmung sofortige Vollziehung Karsten Geist:

23 Ja

6 Nein

8 Ungültige

22:19 Top 3

Abstimmung Enthebung Jana Lo Scalzo

20 Ja

7 Nein

7 Ungültige

Damit ist Jana Lo Scalzo nicht enthoben

Handelsblatt Crime: Das VZB im Fokus einer bundesweiten Recherche

Das Thema VZB erreicht inzwischen auch die überregionale Wirtschaftsberichterstattung. In der aktuellen Folge des Podcasts Handelsblatt Crime beschäftigen sich die Investigativjournalisten des Handelsblatts mit den Vorgängen rund um das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin und den Verlusten von mehr als einer Milliarde Euro. Dabei werden die Hintergründe der Investitionsentscheidungen, die Rolle von Aufsicht und Kontrolle sowie die aktuellen Bemühungen zur Aufarbeitung und möglichen Schadensregulierung beleuchtet. Das Handelsblatt spricht von einem Schaden von mindestens rund 1,2 Milliarden Euro und einem der größten bekannten Verluste in einem berufsständischen Versorgungswerk. 

Der Podcast kann hier abgerufen werden:

Handelsblatt Crime: Wie das Berliner Zahnärzte-Versorgungswerk mehr als eine Milliarde Euro verlor – und das Geld nun zurückholen will

Hinweis: Der Beitrag ist Teil des Handelsblatt-Angebots und möglicherweise nur für Abonnenten vollständig zugänglich.

Kostenfreier Link hier entlang:

https://www.youtube.com/watch?v=fqoX6mQEr2k

Bericht des niederländischen Financieele Dagblad zu Grand Metropolitan Hotels und dem VZB

Die niederländische Wirtschaftszeitung Het Financieele Dagblad (FD) berichtete am 26. Mai 2026 über ein Verfahren vor der sogenannten Ondernemingskamer in Amsterdam, das eine Beteiligung des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin (VZB) an der Hotelgesellschaft Grand Metropolitan Hotels (Grandmet) betrifft.

Nach Darstellung des FD hatte das VZB unter der früheren Leitung rund elf Millionen Euro in Grandmet investiert. Da die Holdinggesellschaft nach niederländischem Recht organisiert ist und ihren statutarischen Sitz in den Niederlanden hat, wird das Verfahren vor einem niederländischen Gericht geführt.

Dem Bericht zufolge beantragte das VZB eine gerichtliche Untersuchung der Unternehmensführung (enquêteprocedure) sowie einstweilige Maßnahmen. Hintergrund seien aus Sicht des Versorgungswerks offene Fragen zur Dokumentation wirtschaftlicher Vorgänge und zur Unternehmensorganisation.

Im Mittelpunkt der gerichtlichen Erörterung standen laut FD insbesondere:

  • die aus Sicht des VZB unzureichende Dokumentation von Geschäftsvorgängen,
  • Fragen zur Nachvollziehbarkeit von Jahresabschlüssen,
  • sowie die bilanzielle Bewertung einer von Grandmet entwickelten KI-Anwendung mit der Bezeichnung „Genesis“.

Nach Darstellung des FD wird diese Anwendung in den Unternehmensunterlagen mit einem hohen bilanziellen Wert angesetzt. Das Gericht habe sich in der Verhandlung unter anderem damit beschäftigt, auf welcher Grundlage diese Bewertung erfolgt sei und welche wirtschaftlichen Perspektiven dem zugrunde lägen. Eine abschließende gerichtliche Bewertung hierzu liegt nach dem Bericht bislang nicht vor.

Darüber hinaus seien Fragen zur Corporate Governance thematisiert worden, unter anderem im Zusammenhang mit der Besetzung von Kontrollgremien.

Das FD berichtet weiter, dass das Gericht in der mündlichen Verhandlung vom 21. Mai 2026 kritische Nachfragen insbesondere zur Rechnungslegung und zur Bestellung eines Wirtschaftsprüfers gestellt habe.

Nach Angaben der Zeitung wurde zwischen den Beteiligten auch über eine mögliche vergleichsweise Lösung gesprochen. Eine Einigung sei jedoch nicht erzielt worden.

Über die beantragte gerichtliche Untersuchung selbst sei zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht abschließend entschieden gewesen.

Das Gericht hat laut FD die Überlegung geäußert, den Vorstand und Aufsichtsrat zu suspendieren und die Ämter neu zu besetzen.

Der Vorgang verdeutlicht, dass die wirtschaftliche Aufarbeitung einzelner Beteiligungen des VZB inzwischen auch internationale gesellschaftsrechtliche Fragestellungen berührt. Maßgeblich bleiben dabei die weiteren gerichtlichen Entscheidungen sowie die Ergebnisse der angekündigten Untersuchungen.

Dokumentation:
Zur ergänzenden Information stellen wir den Artikel von Carel Grol aus dem niederländischen Het Financieele Dagbladvom 26. Mai 2026 als PDF zur Verfügung. Der Beitrag behandelt das Verfahren vor der niederländischen Unternehmenskammer im Zusammenhang mit der Beteiligung des VZB an Grand Metropolitan Hotels.

Eine alte Debatte – und warum sie uns heute wieder beschäftigen sollte

Im Jahr 2002 erschien im DAZ-Forum ein Beitrag mit dem Titel „Die zahnärztliche Selbstverwaltung vor dem Aus?“. Liest man diesen Text heute noch einmal, fast ein Vierteljahrhundert später, wirken viele der damaligen Überlegungen überraschend aktuell.

Nicht deshalb, weil sich einzelne Entwicklungen exakt so erfüllt hätten, wie damals befürchtet, sondern weil viele grundlegende Fragen bis heute ungelöst geblieben sind.

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Zusammenfassung des Berichts des Vorsitzenden des VA des VZB Thomas Schieritz an die Delegierten der ZÄ-Kammer Berlin

Hinweis:

Bei dem nachfolgenden Text handelt es sich um eine zusammenfassende Darstellung der wesentlichen Inhalte des Berichts, den der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin, Thomas Schieritz, am 21.05.2026 gegenüber den Delegierten gegeben hat.

Die Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder wortgetreue Wiedergabe, sondern dient der sachlichen Information über die zentralen Themen und Aussagen des Berichts.

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Pressemitteilung des VZB zur Einreichung einer umfassenden Schadenersatzklage

Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) hat am 20. Mai 2026 öffentlich mitgeteilt, beim Landgericht Berlin II eine umfangreiche Schadenersatzklage gegen insgesamt zwölf Parteien eingereicht zu haben.

Nach Angaben des VZB richten sich die geltend gemachten Ansprüche unter anderem gegen das Land Berlin als Aufsichtsbehörde, gegen frühere Organmitglieder des Versorgungswerks, gegen den Wirtschaftsprüfer Forvis Mazars sowie gegen die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (apoBank).

Die Pressemitteilung beschreibt die erheblichen wirtschaftlichen Verluste des Versorgungswerks als Folge langjähriger Fehlentwicklungen innerhalb der Kapitalanlage- und Kontrollstrukturen. Zugleich wird betont, dass mögliche Verantwortlichkeiten nunmehr gerichtlich geprüft werden sollen.

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VZB  zwischen Aufarbeitung und Systemzweifeln

Die Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate zeigen zunehmend, dass es beim Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin längst nicht mehr nur um einzelne Anlageentscheidungen, Bewertungen oder organisatorische Fragen geht. Sichtbar wird vielmehr ein tiefergehender Konflikt darüber, wie Selbstverwaltung überhaupt verstanden wird und wie mit einer institutionellen Krise umzugehen ist.

Natürlich ist die Situation ernst. Es bestehen erhebliche Fehlentwicklungen, ein massiver Vertrauensverlust sowie ein großer Aufklärungsbedarf. Niemand wird ernsthaft bestreiten können, dass die vergangenen Entwicklungen das Vertrauen vieler Mitglieder nachhaltig erschüttert haben.

Gleichzeitig fällt jedoch auf, dass sich innerhalb der Diskussionen zunehmend sehr unterschiedliche Grundhaltungen herausbilden.

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