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Kategorie: Versorgungswerk (Seite 1 von 6)
H. Dohmeier-de Haan
Aus meiner Sicht geht es im Moment nicht darum, was war, sondern darum, was jetzt notwendig ist. Wir müssen klären, wer in der Lage ist, die eigentlichen Kernaufgaben der Kammer in dieser Phase zu leisten: Vertrauen zurückzugewinnen, Ordnung in die Strukturen zu bringen und die Kammer in ihren originären Aufgabenbereichen wieder handlungsfähig zu machen.
Ein zentraler Punkt dabei ist das Versorgungswerk. Die Diskussion über die Folgen, die unterschiedlichen Jahrgänge, mögliche Rentenkürzungen und die Frage der inneren Gerechtigkeit wird uns lange beschäftigen. Auch wenn die konkreten Entscheidungen zur Ausgestaltung letztlich in der Vertreterversammlung des Versorgungswerks getroffen werden, halte ich es für absolut richtig und notwendig, diese Fragen in einem größeren Forum – also in der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer – offen zu diskutieren.
Nicht, weil dort entschieden wird, sondern weil dort Verständigung, Einordnung und innerberufliche Orientierung stattfinden müssen.
Ein wesentlicher Aspekt wird aus meiner Sicht sein, ob es uns gelingt, über die Diskussion in der Delegiertenversammlung hinaus auch die Kolleginnen und Kollegen aus Brandenburg und Bremen, die ebenfalls betroffen sind, in diese Debatte einzubeziehen. In welcher Form auch immer – durch Einladung, Beteiligungsformate oder klare Aufforderung zur Mitwirkung. Wenn wir es ernst meinen mit Fairness, Transparenz und Zusammenhalt, dann darf diese Diskussion nicht auf Berlin beschränkt bleiben.
Diese Fragen lassen sich nicht durch Ansagen oder Härte lösen, sondern nur durch Moderation, Sachlichkeit, Geduld und Ausgleich. Genau hier entscheidet sich, ob wir als Berufsstand zusammenbleiben oder weiter auseinanderdriften.
Erst wenn wir diese regionalen Aufgaben seriös und erfolgreich bearbeitet haben, können wir überhaupt glaubwürdig in bundespolitische Debatten einsteigen. Zu glauben, man könne mit lautem Auftreten und bundespolitischen Forderungen regionale Strukturprobleme lösen, halte ich für realitätsfern.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch etwas ansprechen, was derzeit argumentativ gegen einzelne Kolleginnen und Kollegen vorgebracht wird: dass sie nicht aus der klassischen niedergelassenen Praxis kommen. Ein Kollege hat mich in dieser Frage noch einmal sehr nachdenklich gemacht, wofür ich ihm ausdrücklich danke. Seit über 40 Jahren kamen die Kammerpräsidenten aus der niedergelassenen Situation – und dennoch sind viele der strukturellen Probleme nicht angegangen worden. Offenbar garantiert Herkunft aus der Niederlassung allein weder Weitsicht noch Gestaltungswillen.
Für mich zählt daher weniger, wo jemand herkommt, sondern ob jemand in der Lage ist, in dieser schwierigen Phase ruhig, analytisch, moderierend und verantwortungsbewusst zu führen. Wir brauchen jetzt keine Eitelkeiten, keine Machtgelüste und keine Profilierung, sondern Menschen, die bereit sind, die mühsame Arbeit zu machen: ordnen, zuhören, ausgleichen, integrieren.
Das ist keine Kritik an Personen, sondern mein persönliches Verständnis von Verantwortung in dieser Lage. Mir geht es um den Zusammenhalt der Zahnärzteschaft und um die reale Chance, die Kammer wieder glaubwürdig, arbeitsfähig und zukunftsfähig aufzustellen.
Helmut Dohmeier-de Haan
Dreijährige Ermittlungen – Fast ein halbes Terabyte Daten ausgewertet bei einem Schaden von ca. 1 Million Euro
Wie lange werden wohl die Ermittlungen im VZB bei einer tausendfach höheren Schadensumme und ca. 14 Terrabyte sichergestellter Daten dauern?
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2025/12/rbb-ex-intendatin-schlesinger-anklage.html
Warum wir das teilen
Weil das Schweigen der vergangenen Jahre die Kollegenschaft teuer zu stehen kommt.
Weil Vertrauen nicht mit Slogans zurückkehrt, sondern mit Aufklärung.
Und weil ein Versorgungswerk kein Spielkasten für Eitelkeiten ist – sondern die Altersvorsorge von Tausenden.
MOZ: verzockte Renten, Gericht eingeschaltet
Tagesspiegel: Schadenersatz
coliquio.de:
Youtube:
Tagesschau auf Instagram: Zahnarztrente verzockt
https://www.instagram.com/reel/DSfwlE5D3Qv
Private-banking-magazin: Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt
Capital: Die Geschichte einer versenkten Milliarde
Spiegel: Richterbund kritisiert
Handelsblatt: Milliardenskandal
Tagesspiegel: Mit Altersvorsorge kann man so nicht umgehen
Tagesspiegel: Vertrauenssiegel wird eingeführt
In zwei Arbeitskreisen der ABV sassen auch Wohltmann und Buchmann
Tagesspiegel: Kräfte verschoben
Capital: Ex-VZB-Führung mit Fehlern
Tagesspiegel: 1.000.000.000,00 Euro in Gefahr.
Kieler Nachrichten: Das steckt hinter den Verlusten
RBB 24:
Märkische Allgemeine: Finanzskandal beim Versorgungswerkk
Morgenpost: Früherer Chef verliert …
Welt: Gigantischer Schaden dieses Geld ist weg
Dental&Wirtschaft: Finanzkrise beim Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin: Was Zahnärzte jetzt wissen müssen
Capital: Rentenkürzung bis zu 50% droht
Wen würde es wundern. Bereits im Februar 2024 sprach der Kollege Rellermeier vom Millionengrab rPlanet Earth.
Capital: Beiträge versenkt:
NTV: Eine von 2,2 Mrd futsch?:
Apotheke ad hoc: Zahnärzte müssen um Rente bangen
Wie geht es weiter? Alle Interessierten und Sympathisanten sind herzlich eingeladen.
Für diesen Text mit einer Einschätzung der zur Wahl stehenden Gruppierungen bedanken wir uns bei der Kollegin Frau Dr. Heidemarie Schroeder
Die Unschuldsvermutung ist ein hohes Gut. Ein hohes Gut des Strafrechts. Wir maßen uns jedoch nicht an, Staatsanwalt oder gar Richter zu sein.
Wir sprechen hier über zivilrechtliche Maßstäbe, über sorgsamen Umgang mit anvertrautem Vermögen, über die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Anlagekriterien – letztendlich über die Einhaltung von Sorgfaltspflichten.
Wir möchten unser Geld nicht Menschen anvertrauen, die sich auf eine strafrechtliche Unschuldsvermutung zurückziehen, Aussagen verweigern und uns sagen: „Beweist mir doch, dass ich eine strafbare Handlung begangen habe!“
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Diesen Satz haben wir alle bereits früh in unserem Leben gehört. Wir gehen jedoch einen Schritt weiter: wir möchten nicht erst durch Kontrolle feststellen, dass es zu Missständen gekommen ist. Wir erwarten von unseren Funktionären, die Amtsträger sind, eine proaktive Transparenz. Es soll und darf nicht im Ermessen eines Amtsträgers stehen, sich bspw. an Geschäften zu beteiligen, an denen auch das Versorgungswerk beteiligt ist und es finden sich zu solchen Geschäften keine Dokumentationen.
Solche Transaktionen sind genehmigungspflichtig und dürfen nicht in einem kleinen Kreis diskutiert werden. Sollten sie genehmigt werden, sind sie transparenzpflichtig – jedem Organ gegenüber, ggf. sogar allen Mitgliedern gegenüber.
Dahingehend möchten wir mehr klare Regelungen schaffen und ggf. Satzungsänderungen vorschlagen.
Im Zivilrecht hat der Gesetzgeber aus gutem Grund die Beweislastumkehr eingeführt, da wir eben nicht die Ermittlungsgewalt einer Staatsanwaltschaft haben. Wir können nicht Wohnungen durchsuchen oder Kontoauszüge beschlagnahmen. Daher ist jeder Geschäftsführer einer GmbH und jeder Vorstand einer Aktiengesellschaft in der Beweislast, sein treues Verhalten gegenüber der Gesellschaft für jede einzelne Handlung zu dokumentieren und somit zu beweisen. Das gleiche erwarten wir von unseren Amtsträgern.
Im Sinne einer solchen Transparenz würden wir es auch begrüßen, wenn Herr Dr. Heegewaldt und Herr Dr. Rellermeier zustimmen, ihre Immobilienbeteiligungsgesellschaft einer Sonderprüfung unterziehen zu lassen. Gegenstand einer solchen Prüfung soll sein, die Vertragspartner zu identifizieren, von denen diese Gesellschaft Immobilien erworben hat und ob die Transaktionen einem sog. Drittvergleich genügen. Wir sehen es insbesondere für den Kammerpräsidenten als unerlässlich an, eine solche Transparenz herzustellen, bevor er sich einer möglichen Wiederwahl stellt.