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Kategorie: Versorgungswerk (Seite 1 von 9)

Grand Metropolitan: Eigentümerwechsel bringt neue Fragen für das VZB

Das Branchenportal Tageskarte berichtet über eine neue Entwicklung bei der Beteiligung des Versorgungswerk der Zahnärztekmer Berlin (VZB) an der Grand Metropolitan Hotels Holding B. V.

Nach dem Bericht soll Gravity Capital aus Hongkong bereits zum 30. Juni 2026 sämtliche Anteile an der Kingston Kapital UAE übernommen haben. Über diese Gesellschaft wird mittelbar die Mehrheitsbeteiligung von 70,3 % an der Grand Metropolitan Hotels Holding B. V. gehalten.

Das VZB erklärte gegenüber Tageskarte, von diesem Eigentümerwechsel weder im Vorfeld noch zum behaupteten Vollzugszeitpunkt informiert worden zu sein.

Besonders bemerkenswert ist der zeitliche Zusammenhang . Der Eigentümerwechsel soll bereits am 30. Juni 2026 erfolgt sein und damit gut zwei Wochen vor der Entscheidung der Unternehmenskammer des Berufungsgerichts Amsterdam vom 16. Juli 2026.

Das Gericht hatte eine Untersuchung der Geschäftspolitik und des Geschäftsgangs von Grand Metropolitan angeordnet und zugleich weitreichende vorläufige Maßnahmen getroffen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich allerdings die Frage: Warum wurde der behauptete Kaufvertrag und ein entsprechender Zahlungsnachweis aus dem Jahr 2022 nicht spätestens in der mündlichen Verhandlung vor der Unternehmenskammer am 21.Mai 2026 vorgelegt? Hätten diese Unterlagen die Herkunft, den Erwerb und die Werthaltigkeit der eingebrachten Vermögenswerte eindeutig belegt, hätten Sie möglicherweise wesentlich zur Aufklärung, der vom Gericht zu prüfen Vorgänge beitragen können.

Der Tageskarte-Bericht befasst sich darüber hinaus unter anderem mit der umstrittenen Bewertung einer Sacheinlage im Zusammenhang mit „Genisys AI“, mit den Informationsrechten des VZB als Minderheitsgesellschafter sowie mit den unterschiedlichen Darstellungen der Beteiligten zu einem gescheiterten Versuch, die VZB Beteiligung zurück zu kaufen.

Der Beitrag ist lesenswert, weil er die unterschiedlichen Positionen ausführlich gegenüber stellt und zugleich neue Fragen zur weiteren Entwicklung der Grand Metropolitan Beteiligung aufwirft.

zum Originalartikel bei Tageskarte

Grand Metropolitan Hotels

In einem Interview am 03.07.2026 sagt Martin Smura zu dem Gerichtsverfahren in den Niederlanden und der möglichen Überprüfung der Geschäftstätigkeit der Grand Metropolitan Hotels Holding B.V.:

„Wir begrüßen das.“ (Minute 24:43)

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Pressemeldung vom 10.08.2026 mit folgendem Inhalt:

Bereits am 30.06.2026, also drei Tage vor dem Interview vom 03.07.2026, seien Martin Smura und alle übrigen Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat zurückgetreten und die Anteile der Smura-Familienholding an eine Gesellschaft in Hong Kong verkauft worden.

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Martin Smura wurde als Vorstandsmitglied seines Unternehmens mit Sitz in den Niederlanden suspendiert

⁨Aus der WIWO:

https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/streit-mit-dem-vzb-gericht-wirft-ex-kempinski-chef-und-ex-vizekanzler-aus-eigener-firma/100240845.html

Das Urteil aus Holland:

https://uitspraken.rechtspraak.nl/details?id=ECLI:NL:GHAMS:2026:1934

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Das Hotellerie

Handelsblatt Crime: Das VZB im Fokus einer bundesweiten Recherche

Das Thema VZB erreicht inzwischen auch die überregionale Wirtschaftsberichterstattung. In der aktuellen Folge des Podcasts Handelsblatt Crime beschäftigen sich die Investigativjournalisten des Handelsblatts mit den Vorgängen rund um das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin und den Verlusten von mehr als einer Milliarde Euro. Dabei werden die Hintergründe der Investitionsentscheidungen, die Rolle von Aufsicht und Kontrolle sowie die aktuellen Bemühungen zur Aufarbeitung und möglichen Schadensregulierung beleuchtet. Das Handelsblatt spricht von einem Schaden von mindestens rund 1,2 Milliarden Euro und einem der größten bekannten Verluste in einem berufsständischen Versorgungswerk. 

Der Podcast kann hier abgerufen werden:

Handelsblatt Crime: Wie das Berliner Zahnärzte-Versorgungswerk mehr als eine Milliarde Euro verlor – und das Geld nun zurückholen will

Hinweis: Der Beitrag ist Teil des Handelsblatt-Angebots und möglicherweise nur für Abonnenten vollständig zugänglich.

Kostenfreier Link hier entlang:

https://www.youtube.com/watch?v=fqoX6mQEr2k

VZB  zwischen Aufarbeitung und Systemzweifeln

Die Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate zeigen zunehmend, dass es beim Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin längst nicht mehr nur um einzelne Anlageentscheidungen, Bewertungen oder organisatorische Fragen geht. Sichtbar wird vielmehr ein tiefergehender Konflikt darüber, wie Selbstverwaltung überhaupt verstanden wird und wie mit einer institutionellen Krise umzugehen ist.

Natürlich ist die Situation ernst. Es bestehen erhebliche Fehlentwicklungen, ein massiver Vertrauensverlust sowie ein großer Aufklärungsbedarf. Niemand wird ernsthaft bestreiten können, dass die vergangenen Entwicklungen das Vertrauen vieler Mitglieder nachhaltig erschüttert haben.

Gleichzeitig fällt jedoch auf, dass sich innerhalb der Diskussionen zunehmend sehr unterschiedliche Grundhaltungen herausbilden.

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