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Ende des vergangenen Jahres wählten wir Berliner Kollegen die Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer neu. Kein Thema beschäftigte und erzürnte uns zu diesem Zeitpunkt mehr, als der fahrlässige bis schuldhafte Umgang des Versorgungswerks der Zahnärztekammer mit unseren Rentengeldern.
Nach der Wahl wollen wir uns jetzt nicht als die blossen Opfer des Finanzskandals präsentieren, sondern fordern Aufklärung, wie ein Schaden von unfassbaren 1,1 Milliarden Euro entstehen konnte, und wer durch aktives Handeln oder passives Nichtstun an dessen Entstehung seinen Anteil hat. Wir fordern eine tiefgreifende strukturelle Veränderung unseres Versorgungssystems, da es das System Versorgungswerk war, das keinen Schutz für unsere Beitragszahlungen bot. Kurz: Wir fordern nicht weniger als einen Bruch mit allem Althergebrachten.
Einen solchen Bruch mit Althergebrachtem bedeutet die Wahl der neuen Kammerpräsidentin: Keine Person, deren Name in Gremien und Ausschüssen und auf Wahllisten seit Jahrzehnten bekannt wäre, und kein Mensch, der geschmeidige Antworten auf alle Fragen parat hätte. Mit solchen hatten wir in der Vergangenheit auch wenig Glück. Aber jemand, der bereit ist, Missstände offen anzugehen und notwendige Veränderungen mitzugestalten.
Der Finanzskandal des Versorgungswerks wird nicht das Gebiet sein, das die Arbeit der künftigen Kammerpräsidentin dominieren wird. Um so wichtiger ist es, dass sie sich bisher schon für dessen Aufklärung engagiert hat.
Die Gräben zwischen den einzelnen Berufsverbänden scheinen unüberwindbar. Um so wichtiger ist es, dass Frau Göpner-Feige die Präsidentin aller Kammermitglieder sein will. Den Vertrauensvorschuss, um den sie für sich und den neuen Weg, den sie einschlagen will, gebeten hat, gewähre ich ihr also gern.