BUZ 2.0 Berlins Unabhängige Zahnärzte

transparent+demokratisch+kritisch+kollegial

Liveticker aus der konstituierenden DV 22.01.2026

19:00 Es geht los

Alle 46 Delegierten sind anwesend

Wahlen zu:

Versammlungsleitung: Jörg Granzow 45 ja, 1 Enthaltung

Versammlungsleitung Stellvertretend: Kesler 25 ja El-Khatib 20 ja

Bestimmung der Anzahl der weiteren Vorstandsmitglieder des Vorstandes: 5 weitere Mitglieder sind mit 43 ja Stimmen konsentiert

Wahlleitung: Dr. Peter Nachtweh 43 ja

Beisitzer 1: Lukas Schleithoff

Beisitzer 2: Dr. Cindy Haberland 21 ja, Dr. Mareen Scharf 23 ja

Die Wahlleiter beginnen 20:34 Uhr

Fragen an die Kandidaten Schluss der Rednerliste 21:21Uhr

Kammerpräsident: Dr. Bianca Göpner-Fleige 24 ja Dr. Jürgen Brandt 22 ja

Vizepräsident: Dietmar Kuhn 24 ja Juliane von Hoynigen-Hüne 22 ja

Referate:

Dr. Silke Riemer 22 ja Dr. Ufuk Adali 24 ja

Dr. Maryam Chuadja 22 ja Barbara Plaster 23 ja 1xNein

Thekla Wandelt 24 ja Juliane von Hoynigen-Hüne 22 ja

Dr. Veronika Hannak 27 ja 16 nein 1 Enthaltung

Michael Krischollek 22 ja Dr. Jürgen Brandt 24 ja

Sitzung beendet 23:06 Uhr

Nächste Sitzung am 19.02.

Kandidatenwahl oder Postengeschacher

H. Dohmeier-de Haan

Aus meiner Sicht geht es im Moment nicht darum, was war, sondern darum, was jetzt notwendig ist. Wir müssen klären, wer in der Lage ist, die eigentlichen Kernaufgaben der Kammer in dieser Phase zu leisten: Vertrauen zurückzugewinnen, Ordnung in die Strukturen zu bringen und die Kammer in ihren originären Aufgabenbereichen wieder handlungsfähig zu machen.

Ein zentraler Punkt dabei ist das Versorgungswerk. Die Diskussion über die Folgen, die unterschiedlichen Jahrgänge, mögliche Rentenkürzungen und die Frage der inneren Gerechtigkeit wird uns lange beschäftigen. Auch wenn die konkreten Entscheidungen zur Ausgestaltung letztlich in der Vertreterversammlung des Versorgungswerks getroffen werden, halte ich es für absolut richtig und notwendig, diese Fragen in einem größeren Forum – also in der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer – offen zu diskutieren.

Nicht, weil dort entschieden wird, sondern weil dort Verständigung, Einordnung und innerberufliche Orientierung stattfinden müssen.

Ein wesentlicher Aspekt wird aus meiner Sicht sein, ob es uns gelingt, über die Diskussion in der Delegiertenversammlung hinaus auch die Kolleginnen und Kollegen aus Brandenburg und Bremen, die ebenfalls betroffen sind, in diese Debatte einzubeziehen. In welcher Form auch immer – durch Einladung, Beteiligungsformate oder klare Aufforderung zur Mitwirkung. Wenn wir es ernst meinen mit Fairness, Transparenz und Zusammenhalt, dann darf diese Diskussion nicht auf Berlin beschränkt bleiben.

Diese Fragen lassen sich nicht durch Ansagen oder Härte lösen, sondern nur durch Moderation, Sachlichkeit, Geduld und Ausgleich. Genau hier entscheidet sich, ob wir als Berufsstand zusammenbleiben oder weiter auseinanderdriften.

Erst wenn wir diese regionalen Aufgaben seriös und erfolgreich bearbeitet haben, können wir überhaupt glaubwürdig in bundespolitische Debatten einsteigen. Zu glauben, man könne mit lautem Auftreten und bundespolitischen Forderungen regionale Strukturprobleme lösen, halte ich für realitätsfern.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch etwas ansprechen, was derzeit argumentativ gegen einzelne Kolleginnen und Kollegen vorgebracht wird: dass sie nicht aus der klassischen niedergelassenen Praxis kommen. Ein Kollege hat mich in dieser Frage noch einmal sehr nachdenklich gemacht, wofür ich ihm ausdrücklich danke. Seit über 40 Jahren kamen die Kammerpräsidenten aus der niedergelassenen Situation – und dennoch sind viele der strukturellen Probleme nicht angegangen worden. Offenbar garantiert Herkunft aus der Niederlassung allein weder Weitsicht noch Gestaltungswillen.

Für mich zählt daher weniger, wo jemand herkommt, sondern ob jemand in der Lage ist, in dieser schwierigen Phase ruhig, analytisch, moderierend und verantwortungsbewusst zu führen. Wir brauchen jetzt keine Eitelkeiten, keine Machtgelüste und keine Profilierung, sondern Menschen, die bereit sind, die mühsame Arbeit zu machen: ordnen, zuhören, ausgleichen, integrieren.

Das ist keine Kritik an Personen, sondern mein persönliches Verständnis von Verantwortung in dieser Lage. Mir geht es um den Zusammenhalt der Zahnärzteschaft und um die reale Chance, die Kammer wieder glaubwürdig, arbeitsfähig und zukunftsfähig aufzustellen.

Helmut Dohmeier-de Haan

Konstituierende Delegiertenversammlung Donnerstag 22.01.2026 19:00 Uhr

in der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin, Georg-Wilhelm-Str. 16, 10711 Berlin

Tagesordnung:

1.Eröffnung der Konstituierenden Delegiertenversammlung, Feststellung der frist-und satzungsgemäßen Einberufung, Aufruf der gewählten Delegierten und Feststellung der Beschlussfähigkeit durch den Alters-Versammlungsleiter (§ 2 Absatz 3 GO DV ZÄK)

2.Protokollgenehmigung, Ehrung Verstorbener

3.Wahl der Versammlungsleitung

4.Bestimmung der Anzahl der weiteren Vorstandsmitglieder des Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin(§ 16Berliner Heilberufekammergesetz/§ 7 Absatz 1 Satz 2 Hauptsatzung)

5.Wahl eines Wahlausschusses zur Durchführung der Neuwahl des Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin (§ 2 Absatz 5GO DV ZÄK)

6.Wahl des Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin (§ 7 Absatz 3, 4 Hauptsatzung)

7.Verschiedenes

Ergebnis der Wahlen zur Zahnärztekammer Berlin 2025

Die Wahlbeteiligung war deutlich höher als im Jahr 2020.
Die Zahlen zeigen ein klares Signal der Kolleginnen und Kollegen.


Wahlbeteiligung

Online: 958 Stimmen
Briefwahl: 1.194 Stimmen
Gesamt: 2.152 Stimmen
Ungültig: 23 Stimmen


Endergebnis

WahlvorschlagStimmen%Delegierte 2026
1 – Kieferorthopädie1064,93%2
2 – Vereinte Listen22310,37%5
3 – BUZ 2.049723,11%11
4 – IUZB34816,18%7
5 – FVDZ32515,11%7
6 – Allianz Chirurgie542,51%1
7 – Dentista24711,48%5
8 – Verband der ZÄ35116,32%7

Danke für euer Vertrauen

Wir danken euch sehr für diesen überwältigenden Vertrauensbeweis.
Wir verstehen das Ergebnis als Auftrag: offen, ehrlich und als Team für unseren Berufsstand zu handeln.

Besonders notwendig wird dieses Engagement sein, um Stabilität und Solidität unseres Versorgungswerkes wiederherzustellen.
Die entstandenen Verluste von rund 1.000.000.000,00 Euro müssen in naher Zukunft sozial gerecht kompensiert werden.


Wofür BUZ 2.0 steht

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit eurer Unterstützung habt ihr ein starkes Zeichen gesetzt.
BUZ 2.0 steht für einen neuen Stil, eine neue Haltung und eine klare Ausrichtung:

Wir arbeiten für unsere Kolleginnen und Kollegen – niemals gegen sie.


Unser Auftrag ist eindeutig

✔️ Wir werden für die Zahnärzteschaft arbeiten.
Nicht für einzelne Gruppen, nicht für Lobbyinteressen, nicht für politische Spielchen.
Unser Fokus liegt auf dem, was wirklich zählt: faire Bedingungen, Transparenz, Entlastung und eine starke berufliche Selbstverwaltung.

✔️ Wir werden geschlossen auftreten – als starke Gemeinschaft.
Wir glauben an Solidarität innerhalb unseres Berufsstandes.
Spaltung, Unsachlichkeit oder persönliche Feindseligkeiten haben in unserer Standespolitik keinen Platz mehr.

✔️ Wir lassen uns nicht von Krankenkassen diktieren, wie wir unseren Beruf auszuüben haben.
Die Zahnmedizin ist ein freier Heilberuf.
Wir akzeptieren nicht, dass man uns vorschreibt

  • welche Leistungen wir erbringen dürfen,
  • wie wir unsere Praxis führen müssen,
  • oder wie wir unsere Patientinnen und Patienten behandeln sollen.

Wir fordern Respekt vor unserer Expertise, unserem Können und unserer Verantwortung.

✔️ Wir werden die legitimen Interessen aller Zahnärztinnen und Zahnärzte konsequent vertreten.
Wir bringen Transparenz, Kontrolle, Aufklärung und klare Kommunikation.
Wir setzen uns ein für weniger Bürokratie, weniger Belastungen und mehr Unterstützung im Praxisalltag.


Unser gemeinsamer Weg

Wir werden gemeinsam eine starke, unabhängige und ehrliche Zahnärztekammer gestalten.

Für uns.
Für unsere Praxen.
Für unsere Zukunft.


BUZ 2.0 – Gemeinsam verändern wir die Standespolitik.


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