{"id":475,"date":"2024-09-06T08:00:17","date_gmt":"2024-09-06T07:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/buz-2-0.de\/?p=475"},"modified":"2025-10-13T05:39:43","modified_gmt":"2025-10-13T04:39:43","slug":"verwendung-unserer-rentengelder-im-versorgungswerk-der-zahnaerztekammer-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buz-2-0.de\/?p=475","title":{"rendered":"Sponsoring mit unseren, dem Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin anvertrauten Rentengeldern"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Beurteilen Sie selbst:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mittelverwendung und Transparenz im Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Satzung des Versorgungswerks der Zahn\u00e4rztekammer Berlin (VZB) legt eindeutig fest, wie die Mittel des Versorgungswerks verwendet werden d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Teil VI: Verwendung der Mittel hei\u00dft es in \u00a7 32:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00a7 32 Verwendung der Mittel, Verm\u00f6gensanlage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>(1) <strong>Die Mittel des Versorgungswerks d\u00fcrfen nur f\u00fcr satzungsgem\u00e4\u00dfe Leistungen, notwendige Verwaltungskosten und sonstige zur Erf\u00fcllung der Aufgaben des Versorgungswerks erforderliche Aufwendungen sowie zur Bildung erforderlicher R\u00fccklagen und R\u00fcckstellungen verwendet werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer Sitzung des Verwaltungsausschusses wurde beschlossen, wie \u201eArt und Umfang der Teilnahme an der Dental Berlin 2023\u201c gestaltet werden sollten. Dies f\u00fchrte unter anderem zu einem ausgewiesenen Sponsoring der Veranstaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Nachfrage, welche Gr\u00fcnde diesem Sponsoring zugrunde lagen, antworteten die Kollegen Dr. Rellermeier (Verband der Zahn\u00e4rzte) und Dr. Kisro (Freier Verband) in einem  Schreiben:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Versorgungswerk war im Loungebereich mit einem Beratungsstand vertreten (siehe \u00dcbersicht der Aussteller im Dental Kongress Magazin, Seite 15, Standnummer 43). Dieser Stand wurde entsprechend bezahlt. Seitens des Versorgungswerks wurden keine weiteren Zahlungen als f\u00fcr die oben angef\u00fchrten Leistungen get\u00e4tigt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Aussage erweckt den Eindruck, dass die angewiesene Summe ausschlie\u00dflich f\u00fcr den Stand im \u201eLoungebereich\u201d verwendet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut einer vom Direktor des VZB vorgelegten Rechnung wurden jedoch 3.000 Euro f\u00fcr die Standmiete und zus\u00e4tzlich 5.000 Euro f\u00fcr das Sponsoring der Dental Berlin 2023, jeweils zuz\u00fcglich der Mehrwertsteuer angefordert. Insgesamt wurden 9.520 Euro \u00fcberwiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im gleichen Schreiben werden weitere 9.520.- Euro Sponsoring und 3.932.- Zahlungen aus dem Firmengeflecht des VZB f\u00fcr Anzeigen etc. genannt. Alles in allem eine Summe von 22.972.- Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Weitere Fragen zu dem, was jeweils vereinbart wurde, kann sicher die Zahn\u00e4rztekammer Berlin beantworten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Den an dieser Stelle urspr\u00fcnglich stehenden Text des offiziellen Protokolles haben wir durch folgendes Ged\u00e4chtnisprotokoll ersetzt:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dieses Ged\u00e4chtnisprotokoll wird als Ersatz f\u00fcr die urspr\u00fcngliche Ver\u00f6ffentlichung auf der Internetseite der BUZ verwendet, um s\u00e4mtlichen rechtlichen Anforderungen zu entsprechen und im Einklang mit den Bestimmungen der Satzung zu handeln.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ged\u00e4chtnisprotokoll der Vertreterversammlung des Versorgungswerks der Zahn\u00e4rztekammer Berlin vom 13.04.2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Verlauf der Sitzung wurde die Frage aufgeworfen, ob das Versorgungswerk im Jahr 2023 Spenden geleistet habe. Dr. Roggensack, Mitglied des Verwaltungsausschusses, erkl\u00e4rte, dass ihm keine entsprechenden Vorg\u00e4nge bekannt seien, und bat um weitere Erl\u00e4uterungen. Daraufhin wurde die Frage an den gesamten Verwaltungsausschuss gerichtet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herr Wohltmann, Direktor des Versorgungswerks und Leiter der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, stellte klar, dass im Rechnungswesen des Versorgungswerks keine Spenden verzeichnet wurden. Dr. Rellermeier, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses, erg\u00e4nzte, dass ihm lediglich bekannt sei, dass das Versorgungswerk den Dental Kongress der Zahn\u00e4rztekammer Berlin unterst\u00fctzt habe. Diese Unterst\u00fctzung erfolgte durch die \u00dcbernahme der Standmiete sowie eines Anteils an den Cateringkosten. Es handele sich dabei jedoch nicht um eine Spende im rechtlichen Sinne.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herr Klutke wies darauf hin, dass die Standmiete in den Vorjahren deutlich geringer war, und bat um Informationen zur zugrunde liegenden Strategie sowie zum Nutzen f\u00fcr die Mitglieder des Versorgungswerks. Dr. Rellermeier erl\u00e4uterte, dass die Unterst\u00fctzung im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Zahn\u00e4rztekammer Berlin erfolgte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ist diese &#8222;Unterst\u00fctzung&#8220; rechtlich unbedenklich?<\/p>\n\n\n\n<p>Solche Diskrepanzen m\u00fcssen transparent und nachvollziehbar kommuniziert werden. Die Mitglieder des Versorgungswerks verdienen eine klare und umfassende Erkl\u00e4rung \u00fcber die Verwendung der Mittel. Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind entscheidend, um das Vertrauen der Mitglieder in die F\u00fchrung ihres Versorgungswerks zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Vollst\u00e4ndigkeit halber hier das Ged\u00e4chtnisprotokoll der DV der Zahn\u00e4rztekammer vom 16.05.2024:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e\u2026 Sponsoring, was das&nbsp;Versorgungswerk gemacht hat. Entgegen \u00a7 32.1 der Satzung, wo ausdr\u00fccklich&nbsp;drinsteht: Die Mittel des Versorgungswerkes d\u00fcrfen nur f\u00fcr satzungsgem\u00e4\u00dfe&nbsp;Leistungen, notwendige Verwaltungskosten und sonstige zur Erf\u00fcllung der&nbsp;Aufgaben des Versorgungswerks erforderlichen Aufwendungen sowie zur Bildung erforderlicher R\u00fccklagen und R\u00fcckstellungen verwendet werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie&nbsp;vertr\u00e4gt sich das mit dem Sponsoring dann der Dental Berlin in dem Fall, was&nbsp;in dem gesamten Bereich, was auch die Nebenbetriebe des Versorgungswerks&nbsp;betrifft, ungef\u00e4hr 22.500 Euro betraf? Das ist f\u00fcr das Jahr 2023 gewesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wohltmann: Wir haben uns mit diesem Thema besch\u00e4ftigt und haben das&nbsp;auch, sage ich mal, verifiziert. Wir haben leider noch keine Gelegenheit gehabt, in toto im VA dar\u00fcber zu sprechen. <strong>Wir haben f\u00fcr uns festgestellt, das&nbsp;haben wir aber auch schon im Vorfeld, bevor die Rechnungen eingesehen&nbsp;wurden, f\u00fcr uns festgestellt, dass der Effekt, den wir uns gew\u00fcnscht haben in&nbsp;der Beratung, in der Quantit\u00e4t der Beratung nicht unbedingt die Beteiligung&nbsp;an der Rechnung des Caterings widerspiegelt, und w\u00fcrden diese Entscheidung&nbsp;nicht wieder so treffen. <\/strong>Wir sind gerade dabei, uns zu \u00fcberlegen, wie man das&nbsp;l\u00f6st, ob wir das m\u00f6glicherweise r\u00fcckabwickeln oder vielleicht auch anders l\u00f6sen k\u00f6nnen. Da gab es bisher schon Kontakte. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mit Herrn Fischdick telefoniert, auch mit Herrn Heegewaldt, der l\u00e4sst sie herzlich gr\u00fc\u00dfen, und wir\u00a0sind aber per jetzt noch nicht zu einem Ergebnis gekommen. Ich m\u00f6chte aber\u00a0trotzdem nochmal mich gegen den Begriff Spende wehren, denn wenn es eine\u00a0Spende w\u00e4re, h\u00e4tten wir keine Steuer darauf bezahlt. Es war eine Beteiligung an der Catering-Rechnung plus die Standmiete, also es geht letztlich um 5000\u00a0Euro netto, die im Feuer stehen, sage ich mal. Was die anderen Kosten anbetraf, waren das Zuwendungen von Firmen, an denen wir beteiligt sind, aber\u00a0nicht beteiligt am Entscheidungsprozess, ob die solche Veranstaltungen unterst\u00fctzen oder nicht. Also da haben wir gar keinen Einfluss drauf. Aber wir sind,\u00a0ich will es mal vorsichtig sagen, selbstkritisch dabei, das zu bearbeiten und eine L\u00f6sung zu finden<\/p>\n\n\n\n<p>Klutke: Dem darf ich direkt widersprechen. Es ging ausdr\u00fccklich nicht in der\u00a0Rechnung um eine Beteiligung am Catering, sondern es ging ausdr\u00fccklich um\u00a0Sponsoring. So steht\u00a0es auf der Rechnung, die ich bei Herrn Wohltmann einsehen konnte.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Rellermeier: Kann ich direkt dazu, Alex, du erlaubst es, dass ich das direkt\u00a0sage, denn wir haben ja das Thema schon ventiliert. Also es ist richtig, es ist\u00a0als Sponsoring oder unter der Rubrik Sponsoring abgeheftet worden. Wie ich\u00a0mich inzwischen habe aufkl\u00e4ren lassen, lag das daran, dass die Catering-Firma,\u00a0also die Firma, die den Event organisiert hat, das war die Aussage von Herrn\u00a0Fischdick, nur drei Kategorien hatte: Aussteller, Referenten und Sponsoring.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Und da ist es reingerutscht. <strong>Aber es war von uns von der Intention her, und&nbsp;das bedauern wir nat\u00fcrlich, dass da Missverst\u00e4ndnisse entstanden sind, keine&nbsp;Spende, kein Sponsoring.<\/strong> Wir sponsern nicht eine Oldtimer-Veranstaltung oder einen Kleingartenz\u00fcchterverein, sondern wir hatten eine Veranstaltung&nbsp;von Zahn\u00e4rzten f\u00fcr Zahn\u00e4rzte mit Mitgliedern unseres Versorgungswerks unterst\u00fctzt. Und das habe ich eben, ich will mich nicht wiederholen, schon gesagt, es war Catering, jetzt zu der Frage von dir, es war eine Rechnung. Ich&nbsp;meine, mich richtig zu erinnern, das hatte mir jedenfalls Herr Dr. Fischdick gesagt, da gab es eine Gesamtrechnung von \u00fcber 100.000 Euro f\u00fcrs Catering f\u00fcr&nbsp;die Gesamtveranstaltung. Und das VZB hat sich mit 5000 Euro netto daran beteiligt.\u201c &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beurteilen Sie selbst: Mittelverwendung und Transparenz im Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin Die Satzung des Versorgungswerks der Zahn\u00e4rztekammer Berlin (VZB) legt eindeutig fest, wie die Mittel des Versorgungswerks verwendet werden d\u00fcrfen. 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