{"id":1822,"date":"2026-05-27T19:03:16","date_gmt":"2026-05-27T18:03:16","guid":{"rendered":"https:\/\/buz-2-0.de\/?p=1822"},"modified":"2026-05-27T19:03:16","modified_gmt":"2026-05-27T18:03:16","slug":"pressemitteilung-des-vzb-zur-einreichung-einer-umfassenden-schadenersatzklage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buz-2-0.de\/?p=1822","title":{"rendered":"Pressemitteilung des VZB zur Einreichung einer umfassenden Schadenersatzklage"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin (VZB) hat am 20. Mai 2026 \u00f6ffentlich mitgeteilt, beim Landgericht Berlin II eine umfangreiche Schadenersatzklage gegen insgesamt zw\u00f6lf Parteien eingereicht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben des VZB richten sich die geltend gemachten Anspr\u00fcche unter anderem gegen das Land Berlin als Aufsichtsbeh\u00f6rde, gegen fr\u00fchere Organmitglieder des Versorgungswerks, gegen den Wirtschaftspr\u00fcfer Forvis Mazars sowie gegen die Deutsche Apotheker- und \u00c4rztebank eG (apoBank).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pressemitteilung beschreibt die erheblichen wirtschaftlichen Verluste des Versorgungswerks als Folge langj\u00e4hriger Fehlentwicklungen innerhalb der Kapitalanlage- und Kontrollstrukturen. Zugleich wird betont, dass m\u00f6gliche Verantwortlichkeiten nunmehr gerichtlich gepr\u00fcft werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das VZB weist ausdr\u00fccklich darauf hin, dass die genaue H\u00f6he m\u00f6glicher Sch\u00e4den sowie die jeweilige Verantwortlichkeit der einzelnen Beklagten Gegenstand der laufenden gerichtlichen Verfahren sein werden. Es gilt insoweit die rechtsstaatliche Pr\u00fcfung durch die zust\u00e4ndigen Gerichte sowie selbstverst\u00e4ndlich die Unschuldsvermutung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Darstellung des VZB verfolgt die Klage das Ziel, m\u00f6gliche Schadensersatzanspr\u00fcche zugunsten der Mitglieder des Versorgungswerks pr\u00fcfen und gegebenenfalls durchsetzen zu lassen. Parallel hierzu arbeite das Versorgungswerk nach eigenen Angaben an Ma\u00dfnahmen zur Stabilisierung der Verm\u00f6genslage und zur organisatorischen Neuaufstellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelpunkt der \u00f6ffentlichen Diskussion stehen dabei insbesondere Fragen der Kapitalanlagestrategie, der internen Kontrollmechanismen, der Aufsicht sowie der Verantwortlichkeiten innerhalb der fr\u00fcheren Entscheidungsstrukturen des Versorgungswerks. Die nun eingeleiteten Verfahren d\u00fcrften diese Fragen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg sowohl juristisch als auch berufspolitisch weiter begleiten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Pressemitteilung des VZB: Schadenersatzklage eingereicht<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin (VZB) reicht Schadenersatzklage gegen zw\u00f6lf Parteien ein<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klage beim Landgericht Berlin eingereicht<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Anspr\u00fcche richten sich unter anderem gegen das Land Berlin, fr\u00fchere Organmitglieder, die apoBank und den Wirtschaftspr\u00fcfer Forvis Mazars<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Berlin, 20. Mai 2026<\/strong>&nbsp;\u2013 Das Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin K.d.\u00f6.R. (VZB) hat gestern beim Landgericht Berlin II eine mehr als 2000 Seiten umfassende Schadenersatzklage eingereicht und verlangt darin, die Schadenersatzpflicht von insgesamt zw\u00f6lf Beklagten festzustellen. Die Forderungen richten sich unter anderem gegen das Land Berlin, das Aufsicht \u00fcber das VZB f\u00fchrt, den Wirtschaftspr\u00fcfer Forvis Mazars, die Deutsche Apotheker- und \u00c4rztebank eG (apoBank) sowie den fr\u00fcheren Vorsitzenden des VZB-Verwaltungsausschusses, Ingo Rellermeier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das VZB wirft den Beklagten vor, ihre jeweiligen Pflichten grob verletzt zu haben. Unter Rellermeiers Leitung hatte das Versorgungswerk Geld der Versicherten \u00fcber ein Jahrzehnt lang entgegen geltender Gesetze und interner Richtlinien angelegt. Statt breit gestreut, liquide und sicher zu investieren, floss das Verm\u00f6gen in hochriskante, illiquide Beteiligungen, etwa in Start-ups, die mittlerweile zum Teil insolvent sind. S\u00e4mtliche Pr\u00fcforgane versagten dabei, diese rechtswidrige Praxis zu erkennen und zu stoppen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr als die H\u00e4lfte des Verm\u00f6gens der Zahn\u00e4rzteschaft von einst 2,2 Milliarden Euro ist Stand heute verloren; weitere Verluste k\u00f6nnten folgen. Ebenso wenig wie die Gesamtsumme des Schadens steht mithin die genaue H\u00f6he der Forderungen gegen die Beklagten fest. Den rund 11.000 Mitgliedern des VZB drohen massive Einbu\u00dfen bei ihren Rentenanspr\u00fcchen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs handelt sich um einen Finanz- und mutma\u00dflich auch Korruptionsskandal, der ohne Beispiel in der Geschichte deutscher Versorgungswerke ist\u201c, sagte Thomas Schieritz, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des VZB, des gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Gremiums des Versorgungswerks.<br>\u201eWer mutwillig gegen Anlagerichtlinien und Gesetze versto\u00dfen hat, ist ebenso verantwortlich wie jene, die ihre Kontrollpflichten verletzt haben \u2013 wie das Land Berlin, der Aufsichtsausschuss des VZB, die Wirtschaftspr\u00fcfer und auch die apoBank. H\u00e4tte auch nur eine dieser Instanzen ihre Arbeit ordentlich gemacht, w\u00e4re es nie zu diesen Verlusten gekommen. Schadensersatz zu fordern ist jetzt der einzige Weg, um wenigstens einen Teil der Verluste auszugleichen und Rentenanspr\u00fcche zu sichern.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das VZB sei verpflichtet, diese Forderungen geltend zu machen \u2013 schlie\u00dflich verwalte es das Verm\u00f6gen der Mitglieder treuh\u00e4nderisch, so Schieritz. Das Versorgungswerk rechnet mit einer jahrelangen Verfahrensdauer \u00fcber alle drei Instanzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit rund einem Jahr arbeitet die neue F\u00fchrung des VZB den Skandal systematisch und konsequent auf. Die nun erhobene Klage ist nicht die erste, aber sie ist die umfassendste. Prozessual hat das VZB dabei eine gegen Rellermeier bereits Ende Oktober 2025 beim Landgericht Berlin II eingereichte Klage erweitert \u2013 um die zus\u00e4tzlichen Beklagten und die nunmehr geltend gemachten Anspr\u00fcche. Bereits zuvor hatte das VZB unter anderem im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens seinen langj\u00e4hrigen Direktor, Ralf Wohltmann, auf vorerst 50 Millionen Euro Schadenersatz verklagt \u2013 weitere Forderungen folgen voraussichtlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel laufen gegen vormals Verantwortliche strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf schwere Korruption und Untreue.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hinweis:<\/strong><br>Die vorstehenden Inhalte geben die \u00f6ffentliche Pressemitteilung des Versorgungswerks der Zahn\u00e4rztekammer Berlin wieder. F\u00fcr s\u00e4mtliche genannten Personen und Institutionen gilt bis zu einer rechtskr\u00e4ftigen gerichtlichen Entscheidung die Unschuldsvermutung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Versorgungswerk der Zahn\u00e4rztekammer Berlin (VZB) hat am 20. 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