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Kurzbericht von der DV der Zahnärztekammer Berlin vom 15.02.2024

Dental Berlin findet nun doch ohne Votum der Delegiertenversammlung statt.

Dazu wurde ein Vertrag mit der Fa. „Congress & more“ geschlossen.

Eine „schwarze Null“ für die ZÄK ist nicht zu erwarten.

Das wirtschaftliche Risiko, insbesondere bedingt durch Sitzungsgelder des Vorstandes, beträgt nach Schätzungen etwa 20.000.- Euro, also in vergleichbarer Höhe wie vor der Kündigung des Quintessenzverlages.

Die DV hatte aufgrund der jährlichen Defizite von etwa 20.000.- Euro, mit der Prämisse in Zukunft eine schwarze Null zu erzielen, mehrheitlich den Vorstand beauftragt den Vertrag mit dem Quintessenzverlag zu kündigen.


Nach Aufruf des Vorstandes an die Kollegen die Praxen zu schließen und sich an der VMF-Demo im September 2024 am Brandenburger Tor zu beteiligen wurden für den Präsidenten und den IUZBler im Vorstand der ZÄK für die Teilnahme an dieser Demonstration jeweils Sitzungsgelder inclusive An- und Abfahrt in Höhe von mehr als 300.- Euro ausgezahlt.

Im Anschluss fiel – bei einer monatlichen Entschädigung von 4.500.- Euro zuzüglich Sitzungsgelder und Reisekosten – die Aussage des wohlgemerkt ehrenamtlichen Kammerpräsidenten: „Man muss hier Geld mitbringen um in diesem Vorstand arbeiten zu wollen …“

4.500.- monatlich sind bei 4 Arbeitstagen im Monat 1.125.- arbeitstäglich zuzüglich Sitzungsgelder Mittwochs ab 16:00 und an allen anderen Tagen. 

Das bedeutet, dass zumindest der „Ehrenämtler“ Präsident von uns Berlinern in ähnlicher Höhe bezahlt wird wie die hauptamtlichen KZV-Vorsitzenden!


Zudem reiht sich auch der Funktionsträger der IUZB lückenlos in die Zugreifmentalität der Altverbände ein.

Neben Sitzungsgeldern für Neujahrsempfänge, Frühlings- und Sommerfeste erlauben sich die Vorstände nunmehr auch für öffentliche Demonstrationen Sitzungsgelder.

Nach entsprechenden Auffälligkeiten wurde zur Verhinderung von „Druck“ auf einzelne DV-Mitglieder die bisher vorgesehene Abstimmungsmöglichkeit „namentlich geheim“ von den Delegierten mit dem Votum 19:15 Stimmen getilgt.

Frau Professor Andrea Nahles wurde von den Delegierten einstimmig in den Prüfungsausschuss Oralchirurgie gewählt.

Die Novellierung der Weiterbildungsordnung – Anpassung an das Berliner Heilberufekammergesetz wurde ebenfalls einstimmig beschlossen.

Die bereits im Dezember einstimmig beschlossene Resolution zur BZÄK soll nun im nächsten MBZ veröffentlicht werden. Warum diese Resolution nicht auf der Webseite der Zahnärztekammer Berlin steht? Dazu sollten Sie den Vorstand fragen.

7 Kommentare

  1. Hubertus P.

    „man muss hier Geld mitbringen um in diesem Vorstand arbeiten zu wollen …“
    Das soll doch sicher so nicht sein!
    Ich schlage vor ein Spendenkonto für die arg gebeutelten Ehrenämtler in der Kammer einzurichten und dafür ganzseitige Werbung im MBZ zu schalten.
    Die Einrichtung eines solchen Kontos könnte schon in der nächsten Delegiertenversammlung beschlossen werden.

    • Timo M.

      Alternativ wäre an die Organisation von Charity-Veranstaltungen und Auflegen eines Hilfsfonds für Ehrenämtler in Not zu denken.

  2. Thomas K.

    „Nach Aufruf des Vorstandes an die Kollegen die Praxen zu schließen und sich an der VMF-Demo im September 2024 am Brandenburger Tor zu beteiligen wurden für den Präsidenten und den IUZBler im Vorstand der ZÄK für die Teilnahme an dieser Demonstration jeweils Sitzungsgelder inclusive An- und Abfahrt in Höhe von mehr als 300.- Euro ausgezahlt.“

    Herr Präsident, Herr „IUZBler“! Gelebte, kollegiale Solidarität sieht anders aus …

  3. Corinna E.

    „Zudem reiht sich auch der Funktionsträger der IUZB lückenlos in die Zugreifmentalität der Altverbände ein.“
    Wen überrascht das jetzt noch, nachdem der IUZBler Hessberger trotz jahrelanger ausführlicher Kritik an der Höhe der Vorstandsbezüge in der KZV – „die KZV als Beute“ – mit Unterstützung des IUZB Vorsitzenden seit Beginn seiner Tätigkeit als KZV-Vorstand die von der Senatsverwaltung als Maximum eingezogene „rote Linie“ von 286.000.- Euro jährlich abgreift?

    • A. Klutke

      Es ist schon erstaunlich wie weit sich die derzeitigen Verantwortungsträger in der IUZB von einstigen diesbezüglichen Idealen verabschiedet haben.
      Seit 2023 sitzen beide Protagonisten im Vorstand der IUZB.
      IUZB quo vadis?
      Danke für diesen Kommentar.

  4. Timo M.

    Wenn der Kammerpräsident spricht, spielen Fakten wohl eine untergeordnete Rolle:
    „man muss hier Geld mitbringen um in diesem Vorstand arbeiten zu wollen …“

    • Alain B.

      Fehlt es den Berliner Zahnarztfunktionären an Niveau?

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